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Malteser auf Spurensuche

In rund 70 ehemaligen und aktuellen deutschen Gemeindewappen findet sich das achtspitzige Kreuz der Malteser sowie auch der Johanniter wieder. Mit detektivischem Spürsinn hat der Dortmunder Malteser Dietmar Gawlinski viele Jahre geforscht und ein umfangreiches historisches Archiv zusammengestellt. Nach seinem Tode im Jahr 2024 nahm sich Franz Anton Becker aus Paderborn der akribischen Aufgabe an und bringt nun über den Förderverein Melitensia e. V. das informative Nachschlagewerk heraus.

Die Zusammenarbeit kommt nicht von ungefähr. Gawlinski und Becker waren beide Mitglieder des „Historischen Stammtisches“ des Fördervereins Melitensia. Der Verein dient dem Zweck, die Geschichte des Souveränen Malteser Ritterordens und seiner Werke z. B. Malteser Hilfsdienst e.V. zu erforschen, zu pflegen, zu dokumentieren und zu veröffentlichen, sowie in Ausstellungen zu präsentieren. Er unterhält eine historische Sammlung in der Karl-Schurz-Straße 30 in Paderborn, die ständig ergänzt wird. Dazu veröffentlicht er eigene Publikationen.

„Das Buch ist eine faszinierende Reise durch Deutschland. Neben Abbildungen der ehemaligen und zum Teil noch aktuellen Wappen gibt es viele kleine spannende und interessante Berichte zur jeweiligen Gemeindegeschichte“, sagt Becker. Gawlinski sei seinerzeit mit seiner Frau Christel viele Male nach Malta und Rom gereist, um beim Malteserorden direkt nachzuforschen. Seine Frau war dafür als Dolmetscherin stets an seiner Seite. Kein Malteser Archiv, das er nicht durchforstet hat, um an neue und stichhaltige Informationen zu gelangen.  In Deutschland besuchte er und seine Frau dann die jeweiligen Gemeinden, Städte oder Kreise, recherchierte vor Ort und fertige Fotos an.

„Diese umfangreiche Recherchearbeit war viel zu schade, als dass sie auf alten CDs gespeichert bleibt und nicht zur Veröffentlichung kommt“, berichtet Becker. Der Paderborner ist ebenfalls seit 1969 Malteser Mitglied, war bis 2013 Mitarbeiter der Diözesangeschäftsstelle und ist Vorstandsmitglied beim Förderverein Melitensia. „Es war sehr aufwendig, die Aufzeichnungen von Dietmar Gawlinski zusammenzustellen und in die fertige Buchform zu bringen“, sagt Becker und ergänzt: „Aber es war mir eine Verpflichtung, den Nachlass Gawlinskis sorgfältig aufzuarbeiten“, und hält nun stolz das fertige Buch in den Händen.

Wer sich ebenfalls auf Spurensuche mit den Maltesern begeben möchte, kann das Buch mit dem Titel „Johanniter-/Maltesergeschichte in deutschen – ehemaligen und aktuellen – Gemeindewappen“, das eine ISBN-Nr. hat, künftig in jeder Buchhandlung als Book-on-Demand für 29,90 Euro oder als E-Book für 12,90 Euro erwerben. „Wir können uns vorstellen, dass es besonders für die aufgeführten Gemeinden spannend ist, hier nachzuschlagen. Wie zum Beispiel Heitersheim in Baden-Württemberg, die sich selbst als Malteserstadt bezeichnet und auf eine langjährige Geschichte mit dem Malteserorden (Sitz des Großpriors von Deutschland) zurückblickt“, weiß Becker und freut sich schon auf zahlreiche Bestellungen insbesondere aus den im Buch erwähnten Städten.


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