Erfahren Sie mehr über uns - wir freuen uns über Ihr Interesse

Der Förderverein Melitensia e.V. ist ein Verein des Malteser Hilfsdienst e.V. im Erzbistum Paderborn. Er ist im Vereinsregister Paderborn eingetragen.

Der Förderverein dient dem Zweck, die Geschichte des Souveränen Malteser Ritterordens und seiner Werke z. B. Malteser Hilfsdienst e.V. zu erforschen, zu pflegen, zu dokumentieren und zu veröffentlichen, sowie in Ausstellungen zu präsentieren.

Er unterhält eine historische Sammlung, die ständig ergänzt wird. Dazu veröffentlicht er eigene Publikationen. Der Förderverein unterhält Kontakte zu ausländischen Malteser-Organisationen. Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des entsprechenden Abschnitts der Abgabenordnung.

Aufnahmeantrag für aktive Mitglieder
Aufnahmeantrag für fördernde Mitglieder

Der Förderverein Melitensia e. V. ab der Gründung

Der Mitgründer des 1953 gegründeten Malteser Hilfsdienstes in Deutschland, Dipl. Met. Joseph August Ebe, Magistral-Ritter des Malteser-Ordens, interessierte sich sehr für die Geschichte des Malteser-Ordens und stellte deshalb erste Kontakte zur Insel Malta her. Herr Ebe, Caritasdirektor i. R., war auch stellv. Diözesanleiter der Malteser im Erzbistum Paderborn und maßgeblich am Aufbau des MHD im Erzbistum Paderborn beteiligt.

Im Juli 1974 kam es zu einem ersten Besuch einer maltesischen Gruppe in Paderborn

Bei Besuchen auf Malta hatte Herr Ebe einen ehemaligen Historiker des maltesischen Staatsarchivs kennengelernt. Dieser Chevalier Joseph Galea, Mitglied des Malteserordens, wohnte in Mdina, der alten Hauptstadt Maltas, im dortigen berühmten historischen Normannischen Haus und sammelte als Historiker alles, was mit der 5000-jährigen Geschichte Maltas und des Malteser-Ordens, der von 1530 – 1798 dort residierte, zusammenhing.

Herr Ebe, der ebenfalls ordensgeschichtliche Dinge sammelte, war begeistert von der Sammlung von Joseph Galea zur Geschichte des Ordens.

Die politische Situation war damals sehr angespannt. Ministerpräsident war der Sozialist Dom Mintoff von der Labour Party. Die Intellektuellen und die Oppositionellen der Nationalparty waren erheblichen Schikanen ausgesetzt. Private Kunstsammlungen oder historische Sammlungen sollten enteignet werden. So hatte auch Herr Joseph Galea Angst davor und wünschte, seine Sammlung verkaufen zu können. Der Kontakt zu Herrn Ebe kam zur richtigen Zeit.

In Paderborn unterstützten Diözesanleiter Dr. Peter Freiherr von Fürstenberg und Diözesangeschäftsführer Hans-Ulrich Saur den Ankauf der Sammlung durch den Malteser Hilfsdienst.

Im Sommer des Jahres 1978 flogen 25 Jugendliche zu einem Gegenbesuch nach Malta. Zum Leitungsteam gehörten neben Diözesan-Vorstandsmitglied Johannes Reschke der zu früh verstorbene Erich Reinsberg und Klaus Töberich an. Natürlich wurde auch Herr Galea in seinem Haus besucht. Er drängte darauf, doch beim Rückflug schon einige Exponate mitzunehmen, obwohl die Ausfuhr verboten war. Da es aber ein offizieller Besuch war mit manchen Empfängen u. a. auch beim deutschen Botschafter, bestand die Hoffnung bei der Ausreise nicht zu stark kontrolliert zu werden.

Nach Abstimmung mit der Diözesangeschäftsstelle Paderborn wurden letztendlich 4 große grüne Koffer gekauft, mit Namen von Gruppenmitgliedern versehen und darin Bücher etc. verpackt.  Einige besonders wertvolle, nicht sehr große alte Handschriften, wie u. a. das Exemplar aus dem Jahre 1330 mit der Unterschrift des Großmeisters Elion de Villeneuve, wurde unter der Kleidung – trotz der großen sommerlichen Hitze wurde Jackett getragen – herausgeschmuggelt. Glück und Pech zugleich: In Frankfurt auf dem Flughafen wurde festgestellt, dass ein Koffer offensichtlich bei der Zollkontrolle auf Malta konfisziert worden war. Eine Prüfung ergab, es war ein Koffer mit nicht sehr alten Zeitschriften und einigen Faksimiles. Der Verlust war ärgerlich, hielt sich so aber in Grenzen.

In Paderborn fand die Sammlung Aufnahme im Sitzungssaal des Malteser Hilfsdienstes. Natürlich erhielt Herr Galea auch sein Geld.

Einige Jahre später konnte der Rest der Sammlung, bestehend aus mehreren hundert Büchern und Bildbänden in englischer und maltesischer Sprache zur Geschichte Maltas mit seinen früheren Herren, den Normannen und Phöniziern, den prähistorischen Funden, seiner Flora und Fauna und Geschichte zum Malteser-Orden offiziell ausgeführt und zunächst in der DGS zwischengelagert werden.

Dieser Bestand – ohne die den Orden betreffenden Bücher – befindet sich in der Akademischen Bibliothek des Erzbistums in Paderborn.

Der geistliche Leiter, Msgr. Prof. Dr. Karl Hengst und sein Münchener Freund Msgr. Prof. Hans Jürgen Brandt bezeichneten den gesamten Bestand der Bücher als größte zusammenhängende Sammlung nördlich der Alpen.

Um die Sammlung dauerhaft an Paderborn zu binden und mit den damit verbundenen Vermögenswerten gesichert umgehen zu können, wurde am 24. November 1978 ein eigener Verein mit dem Namen Förderkreis Melitensia e. V. gegründet.

Herr Ebe und Herr Rechtsanwalt u. Notar Dr. Karl Auffenberg hatten eine Satzung entworfen. Der Eintrag ins Vereinsregister beim Amtsgerichtes Paderborn wurde beantragt, beim Finanzamt Paderborn ein Antrag auf Anerkennung der Gemeinnützigkeit dieses Vereines gestellt.

Die Satzung nannte u. a. als Aufgabe, die Pflege und Ergänzung der Sammlung und ihre Präsentation, sowie die Vertiefung der Kontakte nach Malta.

An der Gründungsversammlung am 24. November 1978 nahmen teil:

Dipl. Forstwirt Dr. Peter Freiherr von Fürstenberg, Büren

Dipl. Met. Joseph August Ebe, Paderborn

Diözesangeschäftsführer Hans-Ulrich Saur, Paderborn

Dipl. Soz.Päd. Johannes Reschke, Paderborn

Stadtoberamtsrat Walter Pinkernell, Paderborn

Regierungsdirektor Rochus Graf von Spee, Lendringsen

Domkapitular Prälat Josef Becker, Paderborn

RA u. Notar Dr. Karl Auffenberg, Paderborn

In der genehmigten Satzung war festgelegt, dass der Diözesanleiter kraft Amtes Vorsitzender des Förderkreises wurde, ebenso, dass der Diöz. Caritasverband einen Sitz im Vorstand hatte.

In der gleichen Sitzung wurde der erste Vorstand gewählt:

Vorsitzender:           Diözesanleiter Dr. Peter Freiherr von Fürstenberg, Büren

Stellv. Vorsitzende: stellv. Diözesanleiter Dipl. Met. Joseph August Ebe, Paderborn

                                   Diözesangeschäftsführer Hans-Ulrich Saur, Paderborn

Vorstandsmitglied: Verw. Angestellter Erich Reinsberg, Paderborn

Vorstandsmitglied: Dipl. Soz.Päd. Johannes Reschke, Paderborn

Vorstandsmitglied: Caritasdirektor Hans Wilk als Vertreter der Caritas

Herr StOAR Walter Pinkernell wurde zum Geschäftsführer berufen.

 

Herr Johannes Reschke wurde 1978 zum Diöz. Sammlungsbeauftragten berufen und

1982 zusätzlich zum Beauftragten für die Kontakte nach Malta.

Da die Finanzierung durch Mitgliedsbeiträge und Spenden erfolgen sollte, wurde ein erster Mitgliedsbeitrag festgesetzt.

Seit 1998 gibt es eine offizielle gegenseitige Mitgliedschaft des Fördervereins und der Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Philatelie des Souveränen-Malteser-Ritter-Ordens e. V. in D – 61250 Usingen. Vertreter des Fördervereins ist Herr Dietmar Gawlinski, Dortmund. Zwischenzeitlich ist diese Arbeitsgemeinschaft aber aufgelöst.

Die 1978 von der Diözesanleitung der Malteser gekaufte Sammlung ist an den Förderverein zur Bestandspflege und Präsentation übergeben worden. Zur Unterhaltung der Exponate und Kauf weiter Sammlungsstücke wird durch die DGS ein jährlicher Zuschuss gewährt.

1990 war der Förderverein Melitensia zusammen mit den Maltesern im Erzbistum und dem Diözesancaritasverband Paderborn an der Gründung des Maltese Cross Corps auf Malta beteiligt. Das MCC baute einmalig für Malta einen bis dahin unbekannten Mahlzeitendienst für ältere und behinderte Menschen auf.

Die Sammlung wurde seit 1978 zunächst im Sitzungssaal der DGS untergebracht, es reichte der Platz dort jedoch nicht aus. Viele Exponate mussten provisorisch in Bodenkammern gelagert werden.

1997 wurde dann das Malteser-Haus an der Neuhäuserstr. 68b in Paderborn verkauft. Dr. Peter Frhr. von Fürstenberg gewährte der Sammlung einige Jahre „Exil“ in den Räumen seines Klostergutes Holthausen in Büren.

Danach konnte in den für die DGS angemieteten Räumen an der Nordstr. 7 ein Raum für die Sammlung zur Verfügung gestellt werden, die Sammlung endlich aufbereitet, ein Großteil der Stiche in den Jahren 2002/03 gerahmt, gesichert und zur Besichtigung aufgehangen werden.

Am 14.03.2000 wurde eine neue Satzung verabschiedet und darin u. a. eine Erweiterung des Vorstandes festgelegt. Die Diözesanleitung der Malteser in Paderborn bestimmt jetzt ein geborenes Mitglied des Vorstandes, der Malteser-Ordens ebenfalls eines. Es erfolgte die Umbenennung von Förderkreis in Förderverein Melitensia e. V.

2002 entstand ein eigener Flyer des Fördervereins und eine E-Mail-Adresse nebst Homepage.

2002/03 konnten auch die ersten Bücher in den Restaurierungswerkstätten der Bodelschwinghschen Anstalten der Diakonie in Bielefeld-Bethel restauriert werden.

Im April 2003 erfolgte ein erneuter Umzug der DGS innerhalb Paderborns nun in ein dem Diözesancaritasverband gehörendes Haus in der Uhlenstr. 7. Hier ist die Sammlung wieder in einem eigenen, sehr kleinen Raum untergebracht und konnte dort von Besuchern nur begrenzt besichtigt werden.

Die Unterbringung der Sammlung ist seit einigen Jahren in den Räumen Karl-Schurz-Str. 30, 33100 Paderborn, gewährleistet. Die Räume werden seitens der Diözesangeschäftsstelle Paderborn zur Verfügung gestellt und beinhalten einen Ausstellungsraum, einen kleinen Besprechungsraum sowie ein Archiv. Insgesamt sind das ca. 70 qm, die mit Klima- und Alarmanlage ausgestattet sind.

Einen weiterer Depotraum gab es unter dem Pfarrheim von St. Stephanus, der musste aber wegen Eigenbedarf der Kirchengemeinde aufgegeben werden. Derzeit wird dankenswerterweise ein Raum im Auslandslager in Büren als Depot genutzt. Dort lagern insbesondere die Vitrinen und Puppen, die wir nach der Ausstellung im Landtag NRW 2018 behalten durften. Auch die komplette Ausstellung des MHD-GS anlässlich des 30. Jahrestages der Ereignisse von 1989 in Budapest ist dort gelagert.

Die Ausstellung wird zunehmend genutzt z.B. für Ausbildungsmaßnahmen im Rahmen der Helfergrundausbildung, der Einführung von hauptamtlichen Mitarbeitern etc., aber insbesondere auch für Sonderveranstaltungen im Zusammenhang mit der Geschichte des Malteser Ordens oder anderer wichtiger Themen. Außerdem wird auch eine regelmäßige Öffnung der Ausstellung gewährleistet: jeweils letzter Sonntag im Monat von 14.00 h bis 17.00 h, sowie natürlich Sonderführungen. Auch das Malteser Generalsekretariat bedient sich unserer Exponate. Es wurden verschiedentlich Filme gedreht und Fotos gemacht, so anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Malteser.

Thomas A. Hall de Beuvink, wurde 2002 als Beauftragter für internationale Kontakte (Delegate for international contacts) berufen

2024 wurden wir Mitglied der Museumsinitiative OWL eV, sind somit Teil der Gemeinschaft der Museen in OWL.

Leider sind die letzten Mitglieder der „Gründungsmannschaft“, Dr. Peter Frhr. von Fürstenberg und Dipl. soz. Päd. Johannes Reschke verstorben. Auch unser Mitglied Dietmar Gawlinski verstarb und hinterließ uns seine gesammelten Exponate sowie einen unermesslichen Schatz an Daten. R.i.P.

Gründungsvorstand 1978:

Vorsitzender:           Diözesanleiter Dr. Peter Freiherr von Fürstenberg, Büren

Stellv. Vorsitzende: stellv. Diözesanleiter Dipl. Met. Joseph August Ebe, Paderborn

                                   Diözesangeschäftsführer Hans-Ulrich Saur, Paderborn

Vorstandsmitglied: Verw. Angestellter Erich Reinsberg, Paderborn

Vorstandsmitglied: Dipl. Soz.Päd. Johannes Reschke, Paderborn

Vorstandsmitglied: Caritasdirektor Hans Wilk als Vertreter der Caritas

 

Herr StOAR Walter Pinkernell wurde zum Geschäftsführer berufen.

 

Die Vorstände in der Zeit 1978 bis 1998 sind leider nicht vollständig erhalten. Deshalb wird auf eine Aufführung verzichtet.

 

Nach Satzungsänderungen und Nachwahlen für den Vorstand wurde am 05.04.1998 ein neuer Vorstand gewählt.

Dr. Peter Freiherr von Fürstenberg hatte aufgrund der Übernahme einer neuen Aufgabe im Malteser-Orden auf den Vorsitz verzichtet.

Vorsitzender:           Monsignore Dr. Michael Freiherr von Fürstenberg, Neuenbeken

Stellv. Vors.:             Dipl. Soz. Päd. Johannes Reschke, Paderborn

Vorstandsmitglied: Dr. Peter Freiherr von Fürstenberg, Büren

                                   Dipl. Päd. Wolfgang Triller, Paderborn

Döz.Ref. Franz Anton Becker, Paderborn, wurde zum Geschäftsführer berufen.

 

Herr Ebe wurde einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

 

Zum Jahresende 1999 musste Msgr. Dr. M. v. Fürstenberg den Vorsitz wieder aufgeben, da er nach Mailberg (Österreich) verzogen war, um dort im Orden seelsorgerische Aufgaben zu übernehmen.

 

Vorstand ab 2000:

Vorsitzender:           Steuerberater Karl von Lengerke, Regent des Subpriorates des Hl. Michael im SMRO

Geschf. Vors.            Dipl. Soz.Päd. Johannes Reschke, Paderborn

Vorstandsmitglied: Botschafter SMRO Dr. Peter Freiherr von Fürstenberg, Büren

                                   Dipl. Päd. Wolfgang Triller, Paderborn

                                   Diözesanleiter Georg Freiherr von Wrede, Schloß-Holte-Stukenb.

Zum Geschäftsführer wurde wieder Franz Anton Becker, Paderborn, berufen.

 

Vorstand ab 2006

Vorsitzender:           Dr. Constantin von Brandenstein-Zepplin, Präsident des Malteser Hilfsdienst Deutschland

 

Geschf. Vors.            Dipl. Soz.Päd. Johannes Reschke, Paderborn, Mitglied im Diözesanvorstand

Vorstandsmitglied: Dr. Peter Freiherr von Fürstenberg, Büren, Vizepräsident der Deutschen Assoziation SMRO

                                   Dipl. Päd. Wolfgang Triller, Paderborn

                                   Diözesanleiter Stephan Graf von Spee, Ahausen

Zum Geschäftsführer wurde wieder Diöz. Referent Franz Anton Becker berufen.

 

Vorstand ab 2018:

Ehrenvorsitzender:                                     Dr. Peter Freiherr von Fürstenberg

Vorsitzender:                                               Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin

Geschäftsführender Vorsitzender:           Dipl. Soz. Päd. Johannes Reschke

Vorstandsmitglied:                                     Stephan Graf von Spee

Vorstandsmitglied:                                     Albert Bosserhoff

Vorstandsmitglied:                                     Andreas Bierod

Geschäftsführer:                                        Nils Brandes

 

Vorstand ab 2022:

Ehrenvorsitzender:                                     Dr. Peter Freiherr von Fürstenberg

Vorsitzender:                                               Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin

Geschäftsführender Vorsitzender:           Albert Bosserhoff

Vorstandsmitglied:                                     Franz Anton Becker

Vorstandsmitglied:                                     Reinhard Biehl

Vorstandsmitglied:                                     vakant (berufener Vertreter MHD)

Geschäftsführer:                                          Nils Brandes